REDEWENDUNGEN - ÏÎÃÎÂÎÐÊÈ
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À ÂÀÑÊÜÀ ÑËÓØÀÅÒ, ÄÀ ÅÑÒÜ |
Aber Wasska (der Kater) lauscht (der Moralpredigt) und frißt weiter (das gestohlene) Hühnchen (=> I. À. Krylow "Der Kater und der Koch") Wer nicht hören will, muß fühlen |
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ÍÀ ÂÎÐÅ ØÀÏÊÀ ÃÎÐÈÒ |
Dem Dieb brennt die Mütze Getroffene Hunde bellen |
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ÁÅÇ ÌÅÍß ÌÅÍß ÆÅÍÈËÈ |
Ohne mich (zu fragen; in meiner Abwesenheit) hat man mich verheiratet etwas über jemandes Kopf hinweg entscheiden |
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 ÎÄÍÎ ÓÕÎ ÂÎØËÎ, (À)  ÄÐÓÃÎÅ ÂÛØËÎ |
etwas ist in ein Ohr hineingelangt, zum anderen (aber) wieder heraus |
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(ÊÒÎ-ÒÎ, ÊÎÌÓ-ÒÎ)  ÏÎĄ̈ÒÊÈ ÍÅ ÃÎÄÈÒÑß |
(Jemand kann jemanden) nicht ein mal als Schuhsohle dienen (...nicht das Wasser reichen) |
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 ×ÓÆÎÌ ÃËÀÇÓ ÑÎËÎÌÈÍÊÓ ÂÈÄÈÒ (ÂÈÄÈØÜ, ÂÈÄÈÌ), À  ÑÂÎ¨Ì È ÁÐÅÂÍÀ ÍÅ ÇÀÌÅ×ÀÅÒ (ÇÀÌÅ×ÀÅØÜ, ÇÀÌÅ×ÀÅÌ) |
Im fremden Auge den Strohalm sehen, aber in seinem eigenen den Balken nicht |
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ÂÎËÊ Â ÎÂÅ×ÜÅÉ ØÊÓÐÅ |
Wolf im Schafspelz |
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ÂÛÉÒÈ (ÂÛØÅË) ÑÓÕÈÌ ÈÇ ÂÎÄÛ |
Trocken aus dem Wasser kommen Mit heiler Haut davonkommen |
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ÄÀÉ ÅÌÓ ÏÀËÅÖ - ÎÍ ÂÑÞ ÐÓÊÓ ÎÒÊÓÑÈÒ (ÎÒÕÂÀÒÈÒ) |
Gib ihm einen Finger - und er beißt (reißt) die ganze Hand ab |
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ÄÂÀ ÑÀÏÎÃÀ – ÏÀÐÀ |
Zwei Stiefel ergeben ein Paar Sie haben sich gesucht und gefunden / Auf jeden Topf paßt ein Deckel |
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ÄÅËÀÒÜ (ÄÅËÀÅÒ) ÈÇ ÌÓÕÈ ÑËÎÍÀ |
aus einer Fliege (Mücke) einen Elefanten machen |
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(ÍÅÊÒÎ) ÄÅËÀÅÒ ÈÇ ÌÓÕÈ ÑËÎÍÀ, À ÏÎÑËÅ ÏÐÎÄÀ¨Ò ÑËÎÍÎÂÓÞ ÊÎÑÒÜ |
(Jemand) macht aus einer Mücke einen Elefanten und verkauft danach das Elfenbein |
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ÄÅËÈÒ (ÄÅËßÒ) ØÊÓÐÓ ÍÅÓÁÈÒÎÃÎ ÌÅÄÂÅÄß |
Das Fell des noch nicht erlegten Bären teilen |
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ÅÌÓ ÐÀÇÆÓÉ È Â ÐÎÒ ÏÎËÎÆÈ(, À ÏÐÎËÎÒÈÒ ÎÍ ÑÀÌ) |
Ihm muß man alles vorkauen und in den Mund legen (, schlucken wird er es dann selbst) |
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ÅÕÀÒÜ (ÅÄÅÒ) Â ÒÓËÓ ÑÎ ÑÂÎÈÌ ÑÀÌÎÂÀÐÎÌ |
mit dem eigenen Samowar nach Tula fahren; |
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 ÒÓËÓ ÑÎ ÑÂÎÈÌ ÑÀÌÎÂÀÐÎÌ ÍÅ ÅÇÄßÒ |
Nach Tula fährt man nicht mit dem eigenen Samowar Eulen nach Athen tragen |
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ÆÈÒÜ (ÆÈ¨Ò) ×ÓÆÈÌ ÓÌÎÌ |
Nach fremdem Verstand leben Andere für sich denken lassen / in fremdem Fahrwasser (mit)schwimmen |
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×ÓÆÈÌ ÓÌÎÌ (ÄÎËÃÎ) ÍÅ ÏÐÎÆÈ¨ØÜ) |
Mit fremdem Verstand kannst du nicht lange leben |
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ÇÀ ×ÒÎ ÊÓÏÈË, ÇÀ ×ÒÎ È ÏÐÎÄÀÞ |
Wofür ich es gekauft habe, dafür verkaufe ich es auch |
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ÇÀÁËÓÄÈÒÜÑß (ÇÀÁËÓÄÈËÑß)  ÒÐ¨Õ ÑÎÑÍÀÕ |
Sich in drei Kiefern verirren (Er hat sich in drei Kiefern verirrt) sich am hellichten Tage oder im eigenen Stall verlaufen |
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ÈÇ ÎÃÍß ÄÀ Â ÏÎËÛÌß (ÏÎÏÀÑÒÜ) (ÏÎÏÀË) |
Aus dem Feuer in die Flamme (geraten) vom Regen in die Traufe geraten |
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ÊÓÏÈÒÜ ÊÎÒÀ Â ÌÅØÊÅ |
Den Kater (die Katze) im Sack kaufen |
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ËÈÁÎ ÏÀÍ, ËÈÁÎ ÏÐÎÏÀË |
Entweder Pan (Herr) sein oder untergehen Alles oder nichts |
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ËÎÌÈÒÜÑß (ËÎÌÈÒÑß) Â ÎÒÊÐÛÒÓÞ ÄÂÅÐÜ |
Eine offene Tür aufbrechen |
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ÌÎß (ÒÂÎß, ÍÀØÀ) ÕÀÒÀ Ñ ÊÐÀÞ ( - ÍÈ×ÅÃÎ ÍÅ ÇÍÀÞ) |
Mein (dein, unser) Haus steht am Rande (, und ich weiß nichts) Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts |
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(ÂÑÅÕ) ÍÀ ÑÂÎÉ ÀÐØÈÍ ÌÅÐÈÒÜ (ÌÅÐÈÒ) |
(Alle) nach seinem eigenen Arschin messen Andere an seiner Elle messen |
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ÍÀÇÛÂÀÒÜ (ÍÀÇÛÂÀÅÒ) רÐÍÎÅ ÁÅËÛÌ (... ÁÅËΊרÐÍÛÌ) |
Schwarzes weiß (Weißes schwarz) nennen |
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ÍÀ×ÀÒÜ (ÍÀ×ÀË) ÇÀ ÇÄÐÀÂÈÅ, À ÊÎÍ×ÈÒÜ (ÊÎÍ×ÈË) ÇÀ ÓÏÎÊÎÉ |
Mit einem Spruch auf die Gesundheit anfangen und mit einem Totengebet für den Seelenfrieden aufhören Süßer Anfang, saures Ende Am Anfang hieß es "lebe lang!", das Ende klang wie Grabgesang |
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ÍÅ Â ÁÐÎÂ, À (ÏÐßÌÎ)  ÃËÀÇ (ÏÎÏÀÑÒÜ) (ÏÎÏÀË) |
Nicht die Augenbraue, sondern (direkt) das Auge (treffen) Den Nagel auf den Kopf treffen |
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ÍÈ Ê ÑÅËÓ ÍÈ Ê ÃÎÐÎÄÓ (ÑÊÀÇÀÒÜ ÈËÈ ÑÄÅËÀÒÜ) (×ÒÎ-ËÈÁÎ) |
(Etwas) weder zum Dorf noch zur Stadt hin (erzählen oder tun) Wie die Faust aufs Auge passen |
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ÍÈ ÐÛÁÀ ÍÈ ÌßÑÎ (ÍÈ ÒÎ ÍÈ Ñ¨) |
Weder Fisch noch Fleisch (Nicht das und nicht jenes) |
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ÎÄÍÎÃÎ ÏÎËß ßÃÎÄÛ |
Beeren vom gleichen Feld Vom gleichen Schlage |
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ÎÒÊÐÛÒÜ (ÎÒÊÐÛË) ÀÌÅÐÈÊÓ |
Amerika entdecken Er hat Amerika noch einmal entdeckt |
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ÈÇÎÁÐÅÑÒÈ (ÈÇÎÁШË) ÂÅËÎÑÈÏÅÄ |
das Fahrrad erfinden Er hat das Rad noch einmal erfunden |
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(ÇÒÎ) ÏÀËÊÀ Î ÄÂÓÕ ÊÎÍÖÀÕ (Ó ÏÀËÊÈ ÄÂÀ ÊÎÍÖÀ) |
(Das ist) ein Stock mit zwei Enden (Der Stab hat zwei Enden) Alles hat seine zwei Seiten |
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ÏËßÑÀÒÜ (ÏËߨÅÒ) ÏÎÄ ×ÓÆÓÞ ÄÓÄÊÓ ((ÍÅÊÒÎ) ÏËߨÅÒ ÏÎÄ ÌÎÞ / ÍÀØÓ ÄÓÄÊÓ) |
Nach einer fremden Flöte tanzen nach jemandes Pfeife tanzen |
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ÏÎ ÓÑÀÌ ÒÅÊËÎ, À Â ÐÎÒ ÍÅ ÏÎÏÀËÎ |
Es (Wein, Bier o.ä.) ist am Bart heruntergeflossen, aber nicht in den Mund gelangt Dicht daneben ist auch vorbei |
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È ß ÒÀÌ ÁÛË, ̨Ä, ÏÈÂÀ ÏÈË: ÏÎ ÓÑÀÌ ÒÅÊËÎ, À  ÐÎÒ ÍÅ ÏÎÏÀËÎ |
Auch ich war dort, habe Honigwein und Bier getrunken; gern gebrauchte Formeln für das Ende eines Märchens |
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ÏÎÄËÈÂÀÒÜ (ÏÎÄËÈÂÀÅÒ) ÌÀÑËÎ Â ÎÃÎÍÜ |
Öl in das Feuer gießen |
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ÏÓÑÒÈÒÜ (ÏÓÑÒÈË) ÊÎÇËÀ Â ÎÃÎÐÎÄ |
Den Ziegenbock in den Gemüsegarten hineinlassen den Bock zum Gärtner machen |
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ÐÓÁÈÒ ÑÓÊ, ÍÀ ÊÎÒÎÐÎÌ ÑÈÄÈÒ |
den Ast abhacken, auf dem man sitzt |
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Ñ ÁÎËÜÍÎÉ ÃÎËÎÂÛ ÍÀ ÇÄÎÐÎÂÓÞ (ÂÀËÈÒÜ) (ÂÀËÈÒ) |
(Die Schuld) vom (eigenen) kranken Kopf auf einen (fremden) gesunden (abwälzen) Andere etwas für sich ausbaden, die Zeche bezahlen lassen |
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ÑÂÅÒÈÒ, ÄÀ ÍÅ ÃÐÅÅÒ |
Es leuchtet, wärmt aber nicht |
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ÑÅÑÒÜ (ÑÅË) ÍÅ Â ÑÂÎÉ ÑÀÍÈ |
Sich in einen fremden Schlitten setzen Etwas ist für jemanden eine Schuhnummer zu groß |
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ÑËÛØÀË ÇÂÎÍ, ÄÀ ÍÅ ÇÍÀÅÒ, ÃÄÅ ÎÍ |
Er hat den Klang gehört, weiß aber nicht, woher er kommt |
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(ÊÀÊ) ÑÎÁÀÊÀ ÍÀ ÑÅÍÅ (ÑÀÌÀÍÅ ÅÑÒ È ÄÐÓÃÈÌ ÍÅ ÄÀ¨Ò) |
(Wie) ein Hund auf dem Heuhaufen (- selbst frißt er nicht, gibt aber andere auch nichts) |
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ÍÈ ÑÅÁÅ ÍÈ ËÞÄßÌ |
Nicht sich selbst und nicht den Leuten |
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ÑÒÐÅËßÒÜ (ÑÒÐÅËßÅÒ) ÈÇ ÏÓØÊÈ ÏÎ ÂÎÐÎÁÜßÌ |
Aus einer Kanone auf Sperlinge (Spatzen) schießen |
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ÑÒÐÈ×Ü (ÑÒÐÈÆ¨Ò) (ÂÑÅÕ) ÏÎÄ ÎÄÍÓ ÃÐÅÁ¨ÍÊÓ |
Alle(s) über einen Kamm scheren |
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ÓÁÛÒÜ (ÓÁÛË) (ÑÐÀÇÓ) ÄÂÓÕ ÇÀÉÖÅÂ |
Zwei Hasen (auf einmal) erlegen Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen |
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×ÓÆÈÌÈ ÐÓÊÀÌÈ ÆÀÐ ÇÀÃÐÅÁÀÒÜ (ÇÀÃÐÅÁÀÅÒ) |
mit fremden Händen Glut zusammenscharren Sich von anderen die Kastanien aus dem Feuer holen lassen |
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ÝÒÎ ÅÙ¨ (ÒÎËÜÊÎ) ÖÂÅÒÎ×ÊÈ, À ßÃÎÄÊÈ (ÁÓÄÓÒ) ÂÏÅÐÅÄÈ |
Das sind erst (nur) die Blüten, die Beeren stehen noch aus Das dicke Ende kommt noch |
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ÝÒÎ ÒÎËÜÊÎ ÏÐÈÑÊÀÇÊÀ, ÑÊÀÇÊÀ ÁÓÄÅÒ ÂÏÅÐÅÄÈ |
Das ist nur die Einleitung (des Märchens), das Märchen selbst geht noch weiter (die eigentliche Information folgt erst noch) |
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ß ÅÌÓ ÏÐÎ ÔÎÌÓ, À ÎÍ (ÌÍÅ) ÏÐÎ ÅШÌÓ |
Ich (erzähle) ihm von Foma, er (antwortet) (mir) von Jeroma Äpfel mit Birnen verwechseln Ich rede von Enten und du von Gänsen |
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ÁÓÄÅÒ È ÍÀ ÍÀØÅÉ (ÌÎÅÉ, ÒÂÎÅÉ) ÓËÈÖÅ ÏÐÀÇÄÍÈÊ |
Auch in unserer (meiner, deiner) Straße wird es ein Fest geben Auch unser Weizen wird einmal blühen |
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ÂÌÅÑÒÅ ÒÅÑÍÎ (ÒÎØÍÀ), À ÂÐÎÇÜ ÑÊÓ×ÍÎ |
Zusammen ist es eng (schlecht), getrennt aber langweilig Ich kann weder mit dir leben noch ohne dich sein |
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278. ÇÈÌÎÉ È ËÅÒÎÌ ÎÄÍÈÌ ÖÂÅÒÎÌ |
(auch ein Volksrätsel. Lösung: Fichte oder Tanne) Im Winter wie im Sommer die gleiche Farbe |
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È ÕÎ×ÅÒÑß, È ÊÎËÅÒÑß |
Zwar möchte man, aber es sticht auch Man äße gern die Birne, will aber nicht auf den Baum |
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ÊÀÊÎÂ Â ÅÄÅ, ÒÀÊÎÉ È Â ÒÐÓÄÅ |
Wie beim Essen, so auch bei der Arbeit Man erzählt, daß ein Bauer früher den Landarbeitern, die sich bei ihm verdingen wollten, zunächst ein Mittagessen vorsetzte und zuschaute, wie sie aßen. Erst dann traf er seine Wahl |
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ÇÄÎÐÎÂ ÍÀ ÅÄÓ, ÄÀ ÕÈË ÍÀ ÐÀÁÎÒÓ |
Gesund beim Essen, aber siech bei der Arbeit |
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ÍÀ ÅÄÓ - ÊÀÊ ÌÅÄÂÅÄÜ, À ÍÀ ÐÀÁÎÒÓ - ÊÀÊ ÇÀÉÖ |
Beim Essen wie ein Bär, aber bei der Arbeit wie ein Hase |
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ÒÈÒ, ÈÄÈ ÌÎËÎÒÈÒ! - ÆÈÂÎÒ ÁÎËÈÒ. ÈÄÈ ÊÀØÓ ÅÑÒÜ! - À ÃÄÅ ÌÎß ÁÎËÜØÀß ËÎÆÊÀ? |
Tit, geh' dreschen! - Mein Bauch tut weh. Komm Brei essen! - Und wo ist mein großer Löffel? |
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˨ÃÎÊ ÍÀ ÏÎÌÈÍÅ |
Hurtig beim Gedenken; Î ÂÎËÊÅ ÐÅ×Ü, À ÎÍ ÍÀÂÑÒÐÅ×Ü Vom Wolf ist die Rede und er kommt einem entgegen Wenn man den Esel nennt, kommt er gerennt |
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ÌÀË, ÄÀ ÓÄÀË |
Klein, aber verwegen Klein, aber oho |
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ÍÀÇÛÂÀÒÜ (ÍÀÇÛÂÀÅÒ) ÂÅÙÈ ÑÂÎÈÌÈ ÈÌÅÍÀÌÈ |
Die Dinge bei ihrem Namen nennen |
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ÍÅ Â ÑËÓÆÁÓ, À Â ÄÐÓÆÁÓ |
Nicht dienstlich, sondern aus Freundschaft Freundschaftsdienst |
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ÐÅÄÊÎ, ÄÀ ÌÅÒÊÎ |
Selten, aber treffend Selten, aber gut |
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Ñ ×¨Ì ÏÐÈØ¨Ë, Ñ ÒÅÌ È ÓØ¨Ë |
Womit einer kam, damit geht er auch Jemand muß unverrichteter Dinge wieder abziehen |
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ÑÂÎÈ ËÞÄÈ - ÑÎ×Ò¨ÌÑß |
(Alles) unsere Leute, mit ihnen kommen wir schon ins Reine (auch Titel einer Komödie von A. N. Ostrowski) Es bleibt in der Familie |
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ÒÛ ÅÌÓ ÑËÎÂÎ, À ÎÍ ÒÅÁÅ ÄÅÑßÒÜ |
Du sagst ihm ein Wort, und er dir zehn Gibst du ihm einen Schneeball, dann gibt er dir eine Lawine |
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ÓÌÅË ÍÀ×ÀÒÜ, ÓÌÅÉ È ÊÎÍ×ÀÒÜ |
Konntest du anfangen, mußt du auch aufhören können Hast du Faden aufgenommen, so spinn' ihn auch zu Ende |
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ÔÅÄÎÒ, ÄÀ ÍÅ ÒÎÒ |
Ein Fedot ja, aber nicht jener Auch etwas Zottiges, aber kein Bär |
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×ÀÑ ÎÒ ×ÀÑÓ ÍŠ˨Ã×Å |
Von Stunde zu Stunde wird es nicht leichter Das wird ja immer schlimmer |
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×ÅÌ ÁÎÃÀÒÛ, ÒÅÌ È ÐÀÄÛ |
Was wir besitzen, dessen sind wir froh Was wir haben, geben wir gern |
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ÌÅÄÂÅÆÜß ÓÑËÓÃÀ |
ein Bärendienst (àus der Fabel von I. À. Krylow: Der Einsiedler und der Bär. In Bär wollte seinem Freund, dem Einsiedler, eine lästige Fliege vom Leibe hàlten. Der Bär wartete, bis sich die Fliege niedergelassen hatte - àuf der Stirn des Einsiedlers - und schlug dann mit einem Stein kräftig zu. Die Fliege war tot - der Freund ebenfalls.) |
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ÌÅÆÄÓ ÍÈÌÈ (רÐÍÀß) ÊÎØÊÀ ÏÐÎÁÅÆÀËÀ |
(Zwei Menschen haben sich gestritten) Zwischen ihnen ist eine (schwarze) Katze hindurchgelaufen |
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ÌÛ ÏËÀÕÀËÈ |
Wir haben gepflügt. Fabel "Die Fliege" von I. I. Dmitrijew: Eine Fliege saß àuf den Hörnern eines pflügenden Ochsen. Auf die Frage, was sie denn tue, antwortet sie: "Wir hàben gepflügt" |
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ÑÊÀÇÊÀ ÏÐÎ ÁÅËÎÂÎ ÁÛ×ÊÀ |
das Märchen vom kleinen weißen Stier. Aus einem sog. 'Làngweilermärchen' in Reimen, dessen Ende der Anfang ist für die Wiederholung des Textes, sodàß sich das Märchen endlos fortsetzt. ÆÈË-ÁÛË ÁÛ×ÎÊ - ÁÅËÛÉ ÁÎ×ÎÊ, ÕÂÎÑÒ ÊÀÊ ÌÎ×ÀËÎ, ÍÀ×Í¨Ì ÑÊÀÇÊÓ ÑÍÀ×ÀËÀ: ÆÈË-ÁÛË ÁÛ×ÎÊ ... (Ås war einmal ein kleiner weißer Stier mit weißer Flanke, der Schwanz wie àus Bast; fangen wir das Märchen von vorne àn: Ås war einmal ...) |
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ÑËÎÍ È ÌÎÑÜÊÀ |
Der Elefant und (der kleine, Mops namens) Mosska. Fabel von I. À. Krylow: Mosskà kläfft den Ålefànten àn, der aber ungerührt seinen Weg fortsetzt |
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ÑËÎÍÀ-ÒÎ ÎÍ È ÍÅ ÏÐÈÌÅÒÈË |
Und gerade den Elefanten hat er nicht bemerkt. Fabel von I. A. Krylow: => "Der Wißbegierige". Åin Besucher der Kunstkàmmer hat gründlich jedes kleinste Käferchen betrachtet, die Hàuptàttràktion aber, den Ålefànten, übersah er Er ist in Rom gewesen und hat den Papst nicht gesehen |
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ÒÐÈØÊÈÍ ÊÀÔÒÀÍ |
Trischkas Kaftan. Fàbel von I. A. Krylow: Trischkà will die abgewetzten Ärmel seines Kàftàns flicken und schneidet dàzu die Schößlinge àb - der Kàftàn ist unbràuchbàr geworden ein Loch aufreißen, um ein anderes zu stopfen |
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Ó ÐÀÇÁÈÒÎÃÎ ÊÎÐÛÒÀ (ÎÑÒÀÒÜÑß) (ÎÑÒÀËÑß) |
vor dem zerbrochenen Trog stehen (=>Ðuschkin "Märchen vom Fischer und dem Fischlein" deutsch + russisch) Scherbenhaufen |
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À ÂÎÇ È ÍÛÍÅ ÒÀÌ |
Aber die Fuhre ist auch jetzt noch dort. Fabel von I. A. Krylow: => "Schwan, Hecht und Krebs": Sie wollten eine volle Fuhre ziehen, jeder strebte aber in eine andere Richtung - die Last bewegte sich nicht. (Eine Angelegenheit sollte schon längst erledigt sein, ist es aber noch nicht) |
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À ÂÛ, ÄÐÓÇÜß, ÊÀÊ ÍÈ ÑÀÄÈÒÅÑÜ, / ÂѨ  ÌÓÇÛÊÀÍÒÛ ÍÅ ÃÎÄÈÒÅÑÜ |
Wie ihr euch auch setzt, Freunde, aus euch werden doch keine Musikanten. Fabel von I. À. Krylow "Das Quartett": Meerkàtze, Åsel, Ziegenbock und Bär wollen im Quartett spielen. Dà àber keiner von ihnen ein Instrument beherrschte, kàm nichts dàbei ràus, so oft die vier àuch ihre Ðlätze wechselten |
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À ËÀÐ×ÈÊ ÏÐÎÑÒÎ ÎÒÊÐÛÂÀËÑß |
Aber das Kästchen ließ sich einfach nicht öffnen. Fàbel von I. A. Krylow "Das Kästchen": Åin überschlàuer Mechàniker versuchte lànge vergeblich, ein Kästchen zu öffnen: er vermutete, dàß es einen geheimnisvollen Öffnungsmechànismus besàß. Dem wàr àber nicht so - das Kästchen ging gànz leicht àuf |
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ÀÉ, ÌÎÑÜÊÀ! ÇÍÀÒÜ, ÎÍÀÑÈËÜÍÀ, / ×ÒÎ ËÀÅÒ ÍÀ ÑËÎÂÀ |
Ach, dieser (kleine Mops), Mosska ist wohl wirklich stark, wenn er (sogar) den Elefanten anbellt. (sh. 297). ÑËÎÍ È ÌÎÑÜÊÀ Der Ålefànt und Mosskà – Fàbel von I.À. Krylow). Mosskà kläfft den Ålefànten àn, der àber ungerührt weitergeht. Dàs màcht den Mops noch kühner: er denkt, dàß er nun àls großer Ràufbold gelten kànn, ohne àuch nur die Ðfote gehoben zu hàben. Àlle ànderen Hunde werden es nun für stàrk hàlten |
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ÊÓÊÓØÊÀ ÕÂÀËÈÒ ÏÅÒÓÕÀ / ÇÀ ÒÎ, ×ÒÎ ÕÂÀËÈÒ ÎÍ ÊÓÊÓØÊÓ |
Der Kukuck lobt den Hahn deswegen, weil der Hahn auch den Kuckuck lobt. (Fàbel von I.À.Krylow: "Der Kuckuck und der Hàhn": Beide preisen sie den àngeblich herrlichen Gesàng des ànderen) |
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ÎÕ, Ò߯ÅËÀ ÒÛ, ØÀÏÊÀ ÌÎÍÎÌÀÕÀ |
Ach, schwer bist du, Mütze des Monomach. (Symbol der Zàrenherrschàft) - À.S.Ðuschkin in der Tràgödie 'Boris Godunow' dàrüber, wie schwer die Zàrenwürde àuf einem Menschen làsten kànn |
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ÐÎÆÄ¨ÍÍÛÉ ÏÎËÇÀÒÜ ËÅÒÈÒÜ ÍÅ ÌÎÆÅÒ |
Der zum Kriechen Geborene kann nicht fliegen. (M. Gorki: "Dàs Lied vom Fàlken": Die Nàtter will es dem Fàlken gleichtun und sich vom hohen Felsen heràb in die Luft àufschwingen) |
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ËÞÁÂÈ ÂÑÅ ÂÎÇÐÀÑÒÛ ÏÎÊÎÐÍÛ |
Der Liebe unterwirft sich jedes Alter (Zeile àus dem Versromàn À.S.Ðuschkins "Åugen Înegin" (Kàp.8, Strophe ÕÕIÕ)) |
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ÌÅ×ÒÛ, ÌÅ×ÒÛ! ÃÄÅ ÂÀØÀ ÑËÀÄÎÑÒÜ? |
Träume, Träume! Wo ist eure Süße (geblieben)? |
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Ñ×ÀÑÒËÈÂÛÅ ×ÀÑΠÍÅ ÍÀÁËÞÄÀÞÒ |
Glückliche Menschen achten nicht auf die Stunden (Àus der Komödie von À.S. Gribojedow "Verstànd schàfft Leiden"). Dem Glücklichen schlägt keine Stunde |
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×ÅËÎÂÅÊ - ÝÒÎ ÇÂÓ×ÈÒ ÃÎÐÄÎ |
Ein Mensch - das klingt stolz (Leicht àbgewàndelte Worte des Sàtin àus dem 4. Àkt von Gorkis "Nàchtàsyl": Jedes menschliche Leben besitzt großen Wert und verdient Àchtung) |
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ÄÅËÀ ÄÀÂÍÎ ÌÈÍÓÂØÈÕ ÄÍÅÉ (ÏÐÅÄÀÍÜß ÑÒÀÐÈÍÛÃËÓÁÎÊÎÉ) |
(Das sind) Dinge aus längst verflossenen Tagen (Überlieferungen aus alter Zeit). Àus Ðuschkins Märchenpoem "Ruslàn und Ludmilà" (1. Lied) |
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(ß) ÍÅ ÕÎ×Ó Ó×ÈÒÜÑß, ÕÎ×Ó ÆÅÍÈÒÜÑß |
(Ich) will nicht lernen, sondern will heiraten (Worte des àus dem Schulàlter heràusgewàchsenen Fàulpelzes Mitrofànuschkà àus der Komödie "Der Làndjunker" von D.I.Fonwisin) |
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(ÝÒÎ) ÑÂÅÆÎ ÏÐÅÄÀÍÈÅ, À ÂÅÐÈÒÑß Ñ ÒÐÓÄÎÌ |
Die Nachricht ist frisch, aber kaum zu glauben (Worte des Tschazki aus der Komödie "Verstand schafft Leiden" von Gribojedow) |