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Zitate 27-05-2006 03:31 к комментариям - к полной версии - понравилось!


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"Narziß und Goldmund." Noch ein Meisterwerk von meinem Lieblingsschriftsteller, das mich auch tief bewegt hat. Eher ich meine Eindrücke vom ganzen Buch äußern kann, muss ich die mir eingefallene Stellen aufschreiben, und zwar die, die mir Anlass zu einer tiefen Überlegung gaben oder bei mir uneindeutige Gefühle erweckten:

Von mislungenen Künstlern:

 „Es gibt ja manche solche Menschen, denen es gegeben ist, die Schönheit der Welt tief und groß zu empfinden, und in ihrer Seele hohe, edle Bilder zu tragen, welche aber nicht den Weg finden, sich dieser Bilder wieder zu entäußern und sie zur Freude der andern herauszustellen und mitzuteilen.“

 

 Von Widersprüchen:

 „Jedes Leben wird ja erst durch Spaltung nd Widerspruch reich und blühend. Was wäre Vernunft und Nüchternheit ohne das Wissen vom Rausch, was wäre Sinnenlust, wenn nicht der Tod hinter ihr stünde, und was wäre Liebe ohne die ewige Todfeindschaft der Geschlechter?“

 

 Von Heimatlosen:

 „Sie sind die Söhne Adams, des aus dem Paradies Vertriebenen, und sind die Brüder der Tiere, der Unschuldigen. Aus der Hand des Himmels nehmen sie, was ihnen gegeben wird: Sonne, Regen, Nebel, Schnee, Wärme und Kälte, Wohlsein und Not, es gibt für sie keine Zeit, keine Geschichte, kein Streben und nicht jenen seltsamen Götzen der Entwicklung und des Fortschritts, an den die Hausbesitzer so verzweifelt glauben.“

 

 Goldmunds Gedanken an den Tod:

 „Da, wo der Tod seine Hand ins Leben streckte, klang es nicht nur so grell und kriegerisch, es klang auch tief und liebevoll, herbstlich und satt, und in der Todesnähe glühte das Lebenslämpchen heller und inniger. Mochte der Tod für andere ein Krieger, ein Richter oder Henker, ein strenger Vater sein – für ihn war der Tod auch eine Mutter und Geliebte, sein Ruf ein Liebeslocken, seine Berührung ein Liebesschauer.“

 „Ohne Mutter kann man nicht lieben. Ohne Mutter kann man nicht sterben“

 

Von Künstlern und Denkern:

 „Das Denken hat mit Vorstellungen nicht das Mindeste zu tun. Es vollzieht sich nicht in Bildern, sondern in Begriffen und Formeln. Genau dort, wo die Bilder aufhören, fängt die Philosophie an.“

 „Die Mystiker sind, kurz und grob gesagt, jene Denker, welche nicht von den Vorstellungen loskommen können, also überhaupt keine Denker sind.“

 

Von Mathematik als ein Beispiel des Denkens ohne Vorstellungen:

 „Was für Vorstellungen enthalten die Zahlen? Oder die Zeichen Plus und Minus? Was für Bilder enthält eine Gleichung? Gar keine! Wenn du eine aritmethische oder algebraische Aufgabe lösest, so hilft dir kein Vorstellung dabei, sondern du vollziehst innerhalb gelernter Denkformen eine formale Aufgabe.“

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