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Gestreifte Nudeln - Hübsche bunte Nudelschmetterlinge 09-02-2021 00:16 к комментариям - к полной версии - понравилось!


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Dank des entsprechenden Equipments, den Nudelwalzen für meine KitchenAid, mache ich jetzt schon längst fleißig Tagliatelle und Spaghetti selbst. Mit Einzug des Röhrennudelvorsatzes gibt es zusätzlich Fussili, Penne und Co. Es ist herrlich, wie einfach und flott das mit ihr geht. Auch hier hat mir meine baiserfarbene Kitty sehr geholfen, auch wenn die Kür Handarbeit war. Was ich damit mache, weiß ich noch gar nicht. Nach so viel Arbeit müssen sie erst noch eine Weile einfach nur angeschaut werden. Nudeln werden ja zum Glück nicht schlecht, sondern halten sich, ordentlich getrocknet, lange. Und natürlich sind sie ein schönes Mitbringsel und Geschenk. Aber das sind selbstgemachte Pasta eh, denn der Geschmack ist einfach wesentlich besser und man schenkt mit Handgemachtem aus der Küche auch immer etwas Liebe mit.


Die Frage nach dem Mehl. Ja, das ist eine Geschichte für sich. Ich würde jedem empfehlen für Nudeln ein gutes Pastamehl zu kaufen. Oft gibt es „Spätzle- und Pastamehl“. Im Supermarkt entdecke ich immer wieder neue Hersteller und ein Blick auf die Zutatenliste ist hilfreich. Es gibt nämlich auch Pastamehl das kein Mensch braucht. Auf der Zutatenliste sollte nur so etwas wie Hartweizen, feiner Hartweizengrieß, Hartweizendunst stehen. Kein Salz, kein anderes Mehl und ganz bestimmt keine E-Nummern. Ich habe lange das Spätzle- und Pastamehl von Rosenmehl verwendet, weil es eine sehr gute und gleichbleibende Qualität hat. Aber ich muss sagen, dass es inzwischen sehr starke Konkurrenz gibt und das ist das Spätzle- und Pastamehl von Mehlzauber, das ich auch für die gestreiften Farfalle verwendet habe. Mehlzauber hat auch tolle Mehlsorten und ebenfalls eine ausgezeichnete Qualität. Beides regionale Hersteller und sehr empfehlenswert.
 
Beim Mehl ist es noch relativ einfach. Aber gehört nun Salz und Olivenöl in den Teig? Da scheiden sich die Geister zu einer Glaubensfrage. Ich gehöre zu der Fraktion, für die das nicht in den Nudelteig gehört. Salz kommt reichlich ins Kochwasser und dadurch an die Nudeln und Öl könnte ich vielleicht noch akzeptieren, wenn man den Teig ohne Eier macht.  Gehen wir aber mal davon aus, dass mit einem Blick auf die Zutatenliste in Fertigprodukten immer zu viel drin ist und bei Pasta eh nur Hartweizengrieß und eventuell Ei dabei steht. Warum sollen dann bei hausgemachten Nudeln noch andere Zutaten dazu? Das muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden und nach eigenem Geschmack. Denn der alleine ist wichtig. EUCH soll ja schmecken. Wenn Ihr Pasta jedoch trocknen wollt, rate ich Euch auf jeden Fall von Salz im Teig ab. Ich habe das anfangs einmal probiert und die Tagliatelle trockneten nicht schön. Sie haben sich stark gewellt und sind braun geworden. Eine Internetrecherche ergab, dass das Salz Feuchtigkeit aus der Luft zieht. Die Nudeln können dadurch nicht richtig trocknen und verderben. Auch Öl kann ranzig werden. Mein Fazit also: Kein Salz, kein Öl.
 
Ich verwende übrigens Eier der Größe M. Das ist wichtig zu wissen, für das Verhältnis von Mehl und Flüssigkeit. Es soll ein ledriger Teig entstehen. Mit kleineren Eiern verwendet Ihr einfach etwas weniger Mehl und bei größeren Eiern, gebt Ihr Mehl hinzu. Spinatpulver und Rote Bete Pulver könnt Ihr zum Beispiel bei madavanilla (Art. 1739 und Art. 1465) kaufen. Ich kaufe dort sehr gerne (auch meine Vanilleschoten), denn die Qualität ist immer ausgezeichnet.

Rezept


Zutaten für gelben Nudelteig:
200 g + 1 EL Pastamehl
2 M-Eier

Zutaten für grünen Nudelteig:
200 g Pastamehl
1 geh. EL Spinatpulver (ca. 15 g)
2 M-Eier

Zutaten für roten Nudelteig:
200 g Pastamehl
1 geh. EL Rote Bete Pulver (ca. 15 g)
2 M-Eier

1. Die Nudelteige müssen natürlich getrennt zubereitet werden. Dazu verknetet Ihr einfach die jeweiligen Zutaten miteinander, bis ein schöner, ledriger Teig entstanden ist. Das könnt Ihr mit dem Knethaken Eures Rührgerätes machen, mit einem Zerkleinerer oder auch per Hand. Die Teige wickelt Ihr anschließend einzeln in Frischhaltefolie und lasst sie für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen.



2. Jetzt braucht Ihr entweder eine Nudelwalze oder eben ein Nudelholz. Mir hat der Walzenvorsatz für die KitchenAid die Arbeit abgenommen. Die Nudelteige habe ich geviertelt und jedes Teigstück zu gleichgroßen Teigplatten gewalzt. Die Größe ist für das anschließende Stapeln wichtig.
Mit dem Nudelwalzenvorsatz der KitchenAid arbeitet Ihr auf Dicke 1 und faltet den Teig immer wieder einmal, bis Ihr die gewünschten Maße und gerade Kanten habt. Meine Teigplatten waren ungefähr 2 mm dick. Fertige Teigplatten immer gleich mit Frischhaltefolie abdecken, damit sie nicht austrocknen.
 
3. Wenn Ihr alle Teigplatten vorbereitet habt, schichtet Ihr sie immer farblich abwechselnd. Da seid Ihr frei. Mir ist auch ein kleiner Fehler passiert, mit dem ich leben kann. Zum Schichten befeuchtet Ihr die Lage auf die die nächste Nudelplatte kommt, mit etwas Wasser. Nur feucht, nicht nass. Dadurch verbinden sie sich. So entsteht nach und nach ein kleiner Stapel. Achtet darauf, dass Ihr keine Lufteinschlüsse habt und streicht die einzelnen Lagen immer schön glatt. Wenn Ihr alle Teigplatten zu einem Block geschichtet habt, wickelt Ihr diesen nochmals in Frischhaltefolie und legt ihn in den Kühlschrank. Das habe ich über Nacht gemacht, aber 1 bis 2 Stunden müssten ebenso ausreichen. Er muss nach der ganzen „Kneterei“ fest und gut durchgekühlt sein. So lässt er sich nachher besser schneiden.



4. Als nächstes begradigt Ihr die vier Seiten mit einem scharfen Messer. Macht lange Schneidezüge ohne viel Druck. Den Abschnitt könnt Ihr auch walzen und zu Farfalle verarbeiten. Da sind dann nur die Streifen nicht so hübsch oder die Größe passt nicht ganz, aber er muss nicht weggeschmissen werden. Von der kurzen Seite des Teigblockes schneidet Ihr nun mit Eurem scharfen Messer gleichmäßige Scheiben von ca. 4 Millimeter Dicke ab. Den übrigen Block immer gut mit der Frischhaltefolie eingepackt lassen. Ihr könnt natürlich auch die Lange Seite in Scheiben schneiden, aber mir sind die kurzen Stücke handlicher und ich bekomme gleichmäßigere Scheiben abgeschnitten.




5. Die gestreiften Teigscheiben walzt Ihr nun dünn aus. Arbeitet dabei immer mit dem Streifenmuster. Mit der Nudelwalze der KitchenAid bis Stufe 4 oder 5. Je nachdem wie Ihr Eure Nudeln lieber mögt. Ich bevorzuge 5. Meine Teigstreifen hatten nach dem Walzen ungefähr eine Breite von 5,5 cm.
Den dünnen Teigstreifen schneidet Ihr nun quer zum Streifenmuster in kleine Rechtecke. Ich habe Stücke von ca. 4,5 cm abgeschnitten.



Je nachdem wie die Ränder der kurzen Seite des langen Nudelstreifens aussehen, begradigt Ihr diese zuerst. Die Abschnitte kann man auch zu kleinen einigermaßen hübschen 'Nudeldingernirgendetwas' formen. Könnte auch eine hübsche Blüte sein.


6. Jetzt das Falten. Nehmt ein Fleckerl und klappt die langen Seiten auf ein Drittel nach oben zur Mitte und diese beiden Knicke dann nach unten. Drückt nun den Teig mit den Fingerspitzen unten soweit zusammen, dass er hält. So habt Ihr die typische Schleifenform. Jetzt könnt Ihr die Farfalle noch etwas formen. Es sieht insgesamt etwas hübscher aus, wenn man die vier Ecken etwas auffächert, die Schleife auf die Arbeitsfläche legt und die Ecken dann leicht zur Mitte hin schiebt. Nur ganz leicht. Probiert es einfach aus.






7. Die fertigen Farfalle legt Ihr nun ausgebreitet auf saubere Geschirrtücher und deckt sie mit einem weiteren Geschirrtuch ab. So lasst Ihr die Farfalle nun ein paar Tage trocknen. In einer luftdurchlässigen Papiertüte halten sie dann sehr lange. Wenn Ihr sie zum Verschenken verpacken wollt, zum Beispiel in einem Glas, würde ich – um sicher zu gehen – eine Trockenzeit von 2 Wochen planen.


 
Ich hoffe, Euch gefallen meine gestreiften Farfalle und Ihr kommt auch mit der Anleitung zu recht. Viel Spaß Ihr Lieben, beim Nachmachen, herschenken und bestaunen lassen!
Eure Marion
 
 
 

Gestreifte Nudeln

 
Es ist immer das Gleiche - kaum macht man's richtig, schon geht's. Das gilt auch für gestreifte Nudeln :o)
Die Technik, mit der ich Streifennudeln herstelle, wurde vor einer Weile von dem CKler Kettenkaffeetrinker vorgestellt und ist so eindrucksvoll wie simpel.
Voraussetzung für bunte Nudeln sind natürlich Farbstoffe, die wie ich finde, möglichst, bzw. ausschließlich natürlich sein sollten. Mit Spinat- oder Rote Betesaft erzielt man beispielsweise ganz hervorragende Ergebnisse.
Da ich aber nicht immer Spinat oder Rote Bete vorrätig habe, hab ich mich nach Alternativen umgeschaut und Rote Bete- und Spinat in Pulverform gefunden. Dieses Pulver ist zu 100% natürlich und muss nur unter das Mehl gemischt werden, die Herstellung ist also einfacher als mit frischem Gemüse, da in dem Fall zusätzliche Flüssigkeit zugefügt wird und das Mischungsverhältnis entsprechend angepasst werden muss.
Während das Spinatpulver einen spürbaren Spinatgeschmack abgibt, ist das Rote Bete-Pulver vollkommen geschmacksneutral, es wird unter Anderem auch zum Färben von Speiseeis verwendet. Man kann es also auch ganz hervorragend für süße Nudeln verwenden.
Neben Rote Bete und Spinat kann man Nudeln noch mit Tomatenmark, Safran, Kurkuma, pürierten Kräutern, Sepiatinte und Kakao färben (sicher hab ich auch noch etwas vergessen, man muss einfach seine Phantasie spielen lassen)



Von links nach rechts: Tomatenmark, Rote Bete-Pulver, Sepiatinte, Spinatpulver, Safran, Kurkuma

 
links: ungefärbter Nudelteig; rechts im Uhrzeigersinn: Rote Bete, Tomatenmark, Spinatpulver, Kurkuma

Zutaten
300 g gemahlener Hartweizengrieß
3 Eier
1/2 TL Salz
1 EL Olivenöl

Nach Wahl:
1 EL Rote Bete- oder Spinatpulver, 1 TL Kurkuma, 1 EL Sepiatinte, 1 EL Tomatenmark, einige Safranfäden mit Salz im Mörser zerrieben und 1 EL Wasser aufgelöst


Zubereitung

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, Öl und Eier hinzugeben und mit dem Handmixer vermischen, bis Brösel entstanden sind. Mit der Hand zu einem groben Teig vermengen und auf die Arbeitsfläche geben. Hier mit den Händen gründlich zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1/2 Stunde ruhen lassen.

Zuerst die Teige mit der Nudelmaschine (dickste Einstellung) zu möglichst exakt gleichgroßen Rechtecken auswellen. Eine der Teigplatten auf der Oberseite leicht anfeuchten, die zweite vorsichtig darauf andrücken, ebenso mit den weiteren Platten verfahren.


 
Auf diese Weise entsteht ein Teigblock, der in Frischhaltefolie geschlagen wird, damit sich die einzelnen Schichten noch besser miteinander verbinden. Den Block ca. 1/2 Stunde ruhen lassen


 
Diesen Block längs in gleichdicke Streifen von etwa 1,5 bis 2 Zentimeter Breite schneiden, diese leicht auf der Oberfläche befeuchten und um 90 Grad drehen, so dass die verschiedenfarbigen Teiglagen nach oben zeigen. Vorsichtig wieder zu einem Block zusammendrücken. Erneut in Frischhaltefolie wickeln und ruhen lassen.


 
Den nun gestreiften Teigblock erst mit dem Nudelholz, dann mit der Maschine auswellen, dabei immer in Längsrichtung der Streifen arbeiten, da sie sonst etwas "verschwimmen".

 
https://www.kuriositaetenladen.com/2009/01/pastakolleg-teil-2-gestreifte-nudeln.html
 
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