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26-05-2011 16:09
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Plastiktüten werden oft einmal benutzt und dann weggeworfen. Das ist ein großes Problem für die Umwelt. Viele Länder planen nun, Plastiktüten zu verbieten. Auch in Deutschland wird über ein Verbot nachgedacht.Plastiktüten sind praktisch. Sie sind stabil und leicht, kosten wenig, und man kann sie auch bei Regen benutzen. Doch der EU-Umweltkommissar Janez Potonick bemängelt, dass die Menschen die Tüten oft nur einmal verwenden und dann wegwerfen. Rund 500 Tüten verbraucht jeder EU-Bürger jährlich. Der Schaden für die Umwelt ist groß. "Wir prüfen alle Möglichkeiten, auch ein EU-weites Verbot", sagt der Politiker. Plastikmüll findet man überall – am Strand, in Parks und auf den Straßen. Auch im Meer treiben Milliarden Kunststoffteilchen, die oft von Fischen verschluckt werden. Heribert Wefers vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt: "Sie haben dann einen Magen, der mehr Plastik als Plankton enthält, und es besteht die Gefahr, dass sie bei vollem Magen verhungern." Viele Länder unternehmen bereits etwas gegen den Plastikmüll. In Australien, Indien, Italien und einigen afrikanischen Ländern gibt es ein Plastiktütenverbot. Die USA, Belgien und Irland haben die Tüten durch zusätzliche Gebühren teurer gemacht. In Deutschland halten viele Bürger ein Verbot von Plastiktüten nicht für notwendig. Oft verwenden sie die Tüten mehrere Male oder benutzen Papiertüten oder Stoffbeutel. Aber auch Papiertüten enthalten chemische Substanzen, damit das Papier stabil wird. "Die Papiertüte ist keine echte Alternative zur Plastiktüte", sagt Stephan Gabriel Haufe. Heribert Wefers fordert: "Wir müssen wegkommen von dieser Wegwerfkultur". Er will statt eines Verbots lieber eine Preiserhöhung für alle Tüten, egal ob aus Plastik, Stoff oder Papier.Glossar etwas kommt nicht in die Tüte – umgangssprachlich für: etwas wird abgelehnt praktisch – hier: einfach und hilfreich stabil – so, dass etwas nicht leicht kaputtgeht EU-Umweltkommissar/in, der/die – der/die Politiker/in für Umweltpolitik in der Europäischen Union etwas bemängeln – sagen, dass man etwas nicht gut findet; etwas kritisieren EU-weit – in der ganzen Europäischen Union treiben – hier: im Wasser von der Strömung bewegt werden Kunststoffteilchen, das – ein kleines Teil aus Plastik; ein kleines Plastikstück etwas verschlucken – etwas schlucken Plankton, das – die sehr kleinen Pflanzen und Tiere, die im Wasser leben etwas gegen etwas unternehmen – etwas tun, damit etwas verhindert wird Gebühr, die – hier: ein zusätzlicher Geldbetrag, den man für etwas zahlen muss und der vom Staat festgelegt ist etwas für notwendig halten – der Meinung sein, dass etwas dringend gemacht werden muss Stoffbeutel, der – eine Tasche aus dünnem Stoff Substanz, die – hier: das Material; der Bestandteil Alternative, die – eine andere Möglichkeit von etwas wegkommen – umgangssprachlich für: aufhören, etwas zu tun; eine schlechte Eigenschaft oder Gewohnheit verändern Wegwerfkultur, die – die Gewohnheit, Dinge, die alt oder kaputt sind, auf den Müll zu werfen, anstatt sie wieder zu benutzen oder zu reparierenFragen zum Text 1. Der EU-Umweltkommissar kritisiert, dass … a) die Bürger zu wenig Geld für Plastiktüten bezahlen. b) die Menschen eine Plastiktüte häufig nur einmal benutzen, statt sie öfters zu verwenden. c) Plastiktüten schnell kaputtgehen und weggeworfen werden müssen. 2. Plastikmüll ist gefährlich für Fische, weil … a) sie die kleinen Plastikteile essen und daran sterben, dass kein Platz mehr für echte Nahrung in ihrem Magen ist. b) Plastik giftig für das Plankton ist und die Fische keine Nahrung mehr finden. c) sie sich an den vielen Plastikteilen verletzen können. 3. Was möchte Heribert Wefers machen, damit die Deutschen nicht so viele Plastiktüten wegwerfen? a) Er will Plastiktüten verbieten. b) Er möchte, dass die Deutschen nur noch Papiertüten benutzen. c) Er schlägt vor, die Preise von Tüten zu erhöhen. 4. Setzen Sie das richtige Wort in den folgenden Satz ein: Viele Politiker fordern, dass etwas … den Plastikmüll unternommen wird. a) entgegen b) dagegen c) gegen 5. Ergänzen Sie die Lücken mit den richtigen Präpositionen: Herr Haufe ist … Papiertüte als Alternative … Plastiktüte. a) gegen die – zur b) zur – gegen die c) für die – zur Arbeitsauftrag Einige Länder erhöhen den Preis für Plastiktüten, andere Länder verbieten sie. Was ist Ihrer Meinung nach der bessere Weg, um das Problem mit dem Plastikmüll zu lösen? Fällt Ihnen noch eine Alternative ein? Autoren: Marco Müller/Matthias Mayr Redaktion: Shirin Kasraeian
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