Вторая часть рассказа писателя Вольфа.Продолжение все еще следует...
30-08-2007 22:47
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Это вторая часть рассказа
>>Wir tragen den Maler zu Grabe<<,sage ich mit bebender Stimme.Die Stunde vereint uns zu Schicksalsgenossen.Die Gespräche verstummen und man nickt gedankenversunken.Dann stimme ich ein Lied an und einer nach dem anderen spendet seine Stimme diesen Versen.Den Flammen im Kamin entsteigen lebhafte Figuren.Sie verschmelzen und erwecken die Erinnerung in mir.Ich sehe die grossen.,dunklen Augen.Feuchte Augen,die mir entgegeneifern.Die zarte G
estalt verweilt einige Momente in den Flammen,dann entschwindet sie mit dem Rauch und meine Erinnerung verweht.Ich sehe mich um,sehe leere Augen.Augen,die nach gestern blicken.Dieser Moment verstreicht unbemerkt.Er zieht ungelebt vorüber.wir fassen uns bei den Händen und ich kehre zurück in diese Nacht.Das Licht der Kerzen flackert im Zwielicht unserer Seelen.Doch das Knistern des Kaminfeuers verbindet uns noch viele Stunden.Wir alle sind Mitglieder einer vergessenen Existenz.Wir sind Fremde und eine Hand voll einsamer Kreaturen einer Gemeinschaft,deren Ausgang ungewiss ist.
Der Maler hat mir oft erzählt,mit welchen Augen er die Welt sah.Er kannte viele fremde Orte und wusste viel zu berichten.Dann erklärte er mir,wie er seine Erinnerungen mit einem Pinsel auf die Leinwand bannte.Er erzählte mir von den grossen,dunklen,jenen feuchten Augen,welche ihm entgegeneiferten.Er sprach davon,wie seine Hand ihre zarte Gestalt skizzierte,wie die Farben sie erblühen liessen und wie ihm die Leinwand seine Tochter wiederschenkte.Dann schien er glücklich zu sein,und ich mit ihm.Wenn ich ihn fragte,ob ich seine Bilder sehen könnte,sagte er nur,die Zeit sei noch nicht gekommen,doch eines Tages würde ich sie sehen.
Aus irgendeinem Grund kam er nur selten durch den Wald zu uns herüber.Oftmals war er lange Zeit verschwunden,und wenn er dann wieder am Ufer sass und auf das Wasser schaute,fragte ich ihn,wo er so lange gewesen sei.Er sagte dann,er habe versucht,seine Gemälde zu verkaufen,doch niemand erkenne seine Kunst und das er nichts verkauft habe.Manchmal brachte ich ihm meine Mahlzeit,doch wenn ich ihn wieder besuchte,stand sie noch immer neben ihm und war unberührt.Wovon er wirklich lebte,fand ich nie heraus.
Ich liege in meinem Bett und starre in die Finsternis.Der Wind drückt gegen das Fenster und ich zähle meine Herzschläge.Neunzehnttausendeinhundertdreiundvierzig.Die Nacht ist bald vorüber.>>
ЗЫ:продолжение следует))
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